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Die Kennzeichnung von Lederbekleidung


In den meisten Lederbekleidungen sucht man vergeblich nach Hinweisen auf die Herkunft und Handhabung. Ca. 1/3 der im Handel vertriebenen Lederbekleidung ist mit einem Pflegeeinnäher versehen. Weniger als 1% gibt an, um welche Lederart es sich handelt. Die Pflegehinweise sind häufig unklar und die Symbole nicht bekannt.  

Lederkennzeichnung


Die am meisten bei der Lederbekleidung verwendeten Leder sind von folgenden Tieren: Lamm, Schaf, Ziege, Rind, Kalb oder Schwein. Es wird aber auch Hirschleder, Rehleder, Rentierleder oder Elchleder verarbeitet. Selten sind Leder von Kängurus (Motorradkombis), Pferden (Schuhe), Schlangen oder Antilopen.

Für den Laien sind die Leder kaum unterscheidbar. Selbst Experten können nicht immer auf den ersten Blick eindeutig sagen, welche Tierart verwendet wurde.

Für Motorradkombis wird hauptsächlich Rindsleder verarbeitet. Die meisten glatten Freizeitjacken sind aus Lammleder. Die meisten weichen, dünnen Rauleder sind Ziegenleder. Schweinsleder wird meist auch als Rauleder verarbeitet, fühlt sich aber steifer an als Ziegenvelours, und bei Schweinsleder sieht man auch meist die charakteristischen Punkte der Haarwurzelnarben. Schweinsleder sind i.d.R. preiswerter, weil sie nicht so weich und reissfest sind.  

Die Kennzeichnung für "echtes Leder"

Häufig wird für die Kennzeichnung von echten Ledern neben den folgenden Begriffen das Symbol einer Lederhaut verwendet. Lederpflege

Deutsch: 100%, echt oder echtes Leder
Italienisch: Pelle, vera Pelle oder Cuoio Vero
Englisch: genuine, real oder pure Leather
Französisch: Cuir, veritable, vrai oder pur Cuir
Spanisch: Piel, verdadero Cuero, legitimo Cuero
Holländisch: Leer oder Echt Leer
 

Weitere Kennzeichnungen


Porc, Porc Split: Schweinsleder, Spaltleder vom Schwein

Lamb Leather, Cuir Agneau: Lammleder (Englisch, Französisch)

Material entspricht der PCP und A20 Verordnung : Solche Kennzeichnungen weisen darauf hin, dass die gesetzlich vorgeschriebenen Mindestwerte für bestimmte Stoffe (Azo-Farbstoffe, PCP, giftiges Chrom VI etc.) eingehalten werden. Grundsätzlich müssen und werden die Werte auch von nicht so deklarierter Lederbekleidung eingehalten.

Auf eingenähten Kennzeichen in der Bekleidung sind gelegentlich auch Pflegesymbole mit aufgeführt. Mit den folgenden Erläuterungen wollen wir Ihnen einen leicht verständlichen Überblick über die verschiedenen Kennzeichen verschaffen.
 
Lederpflege
Lederbekleidung mit diesem Symbol darf weder mit der normalen Textilwäsche, noch mit Textilwaschmitteln gewaschen werden. Das Leder würde verhärten und bei zu hohen Temperaturen schrumpfen. Leder mit diesem Kennzeichen dürfen nur mit COLOURLOCK® Leder & Fell Waschkonzentrat entsprechend den Anleitungen in der Waschmaschine oder per Hand oder über eine Fachreinigung gereinigt werden.

Lederpflege
Lederbekleidung mit diesem Symbol darf nicht in einem Trockner getrocknet werden. Nasse Lederbekleidung sollte sowieso nie mit Hilfe von Wärme (Fön, Sonne etc.) getrocknet werden. Leichte Bekleidung kann hängend getrocknet werden, und schwere Bekleidung sollte liegend auf trockenen Handtüchern von alleine trocknen. Kleiderbügelenden erzeugen sonst aufgrund des Gewichts Beulen. Der Trockner kommt nur mit Kaltluft zum Einsatz, um steife Lederbekleidung wieder weich zu walken. Diese Anwendung birgt kein Risiko, wenn Knöpfe, Schnallen und andere Applikationen gesichert oder nach innen gekrempelt werden.

Lederpflege
Diese Kennzeichen betreffen die chemische Reinigung. Es besagt, ob die Lederbekleidung mit Perchlorethylen (Lösungsmittel) gereinigt werden darf oder nicht.

Lederpflege
Diese Kennzeichen verbieten das Bleichen der Lederbekleidung. Leder darf grundsätzlich nie mit Bleichmitteln behandelt werden.

Lederpflege
Diese Kennzeichen verbieten das Bügeln von Lederbekleidung. Das ist auch grundsätzlich richtig. Wir empfehlen nur dann zu bügeln, wenn stark verknitterte Leder auch nicht anders zu glätten sind. Nie mit Dampf! Nie feuchtes Leder! Backpapier mit Beschichtung lederseitig dazwischen legen und nie zu heiss! Maximal 45° C.

Lederpflege
Meist sind die Modefirmen und Bekleidungsgeschäfte gar nicht die Hersteller der Lederbekleidung, und die Hersteller der Bekleidung haben das Leder auch nicht gegerbt. Das machen Gerbereien, die das Leder an die Hersteller der Bekleidung verkaufen, die für die Modefirmen die Bekleidung fertigen. Diese Hersteller und Gerbereien liegen meist im fernen Ausland, wo die Produktion kostengünstiger ist.

Aufgrund dieser auseinander gerissenen Produktionsabläufe und um das Risiko falscher Empfehlungen zu vermeiden, macht sich keiner mehr die Mühe, die tatsächlichen Möglichkeiten der Reinigung und Pflege der Bekleidung individuell und kundenfreundlich zu beschreiben. Meist weist die eingenähte Pflegeempfehlung nur auf die nicht weiter erläuterte "Spezial-Lederreinigung" in den verschiedensten Sprachen hin.

Die häufigsten Pflegeempfehlungen:

  • Deutsch: "Wir empfehlen Spezial Lederreinigung", "Nur Leder-Spezialreinigung", "Lederreinigung", "Spez. Reinigung".
  • Englisch: "We recommend special leather cleaning", "Clean by leather experts only", "Leather specialist cleaning only", "Spec. Dry Clean".
  • Französisch: "Nettoyage cuir recommandé", "Nettoyage à sec", "Nettoyage par un specialiste du cuir", "tenturier specialise".
  • Italienisch: "Trattamento spec." "Consigliamo il lavaggio spec. pelle"
  • Spanisch: "Lavado especial", "Limpiado profesional en seco".
  • Holländisch: "Leerreiniging", "Leer Speciaal Reiniging".

Lederbekleidung mit diesen Kennzeichnungen darf weder mit der normalen Textilwäsche noch mit Textilwaschmitteln gewaschen werden. Das Leder würde verhärten und bei zu hohen Temperaturen schrumpfen. So gekennzeichnete Leder dürfen nur mit COLOURLOCK Leder & Fell Waschkonzentrat entsprechend den Anleitungen in der Waschmaschine oder per Hand oder über eine Fachreinigung gereinigt werden. Das Leder & Fell Waschkonzentrat ist ein patentiertes Lederwaschmittel, welches eine problemlose Nassreinigung von Lederbekleidung ermöglicht. Das Leder bleibt garantiert weich und geschmeidig.


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